Sehen, wie der Markt tickt. Unser GünstigEnergie-Index.

Was ist der Preistrend? Wie groß sind die Einspar-Potenziale? HausPilot macht den Strom- und Gasmarkt transparent.

Markttransparenz für Energieverbraucher

15 Jahre nach Beginn der Energiemarktliberalisierung ist der Wettbewerb im Strom- und Gasmarkt wirklich angekommen. Mehr als 1.200 Anbieter werben mit einer unüberschaubaren Zahl von Tarifen um die Kunden. Der unabhängige Energiedienstleister HausPilot hat Anfang 2010 einen Verbraucherpreisindex für Strom und Gas entwickelt, der die Bewegungen und die Einsparpotenziale auf diesem Markt für Verbraucher transparent macht.

Aktuelle Entwicklung der GünstigEnergie-Indizes zum Januar 2015:

Strom und Gas geben nach, Anbieterwechsel erhöht die Ersparnis

Strom (GS-I®): Zum Anfang Januar 2015 senkten auf Grund der verminderten Umlagen und nachgebender Großhandelspreise 23 der Grundversorger aus dem Bereich der 80 deutschen Großstädte ihre Preise geringfügig, ein Grundversorger erhöhte sie. Das Niveau der Grundversorgungspreise sank damit um 0,6% auf 1.055,30 € (Verbrauch 3.500 kWh). Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet das eine Absenkung um 0,3%. Das Niveau der Wettbewerbsangebote stieg um 0,8% auf 738,12 € (-2,6% gegenüber Vorjahresmonat). Im Bundesdurchschnitt ist bei den verglichenen Produkten eine Ersparnis von über 300 Euro erzielbar. Allerdings sind die günstigsten Wettbewerbsprodukte mit hohen einmaligen Boni ausgestattet, so dass die Ersparnis im zweiten Jahr nicht mehr so hoch ausfällt. Manche Produkte sind im ersten Jahr nur unwesentlich teurer, schaffen ihren guten Einstiegspreis aber auch ohne einen hohen Bonus - für den Verbraucher, der nicht jedes Jahr wechseln möchte, dann oft die bessere Lösung. Wichtig für die Verbraucherentscheidung ist also ein Effektivpreisvergleich.

Die Großhandelspreise (Grundlast Kalenderjahr 2016) erreichen erneut einen Tiefpunkt. Dieser Index lag zuletzt bei 3,29 ct/kWh.

 Gas (GG-I®): 6 der Grundversorger im Bereich der 80 deutschen Großstädte senkten zum Anfang Januar 2015 die Preise, einer erhöhte sie. Damit sank der mittlere Preis der Grundversorgung um 0,5% auf 1.509,21 € (für einen Verbrauch von 20.000 kWh). Gegenüber dem Vorjahresmonat sanken die Grundversorgungspreise damit um 0,6%. Im Bereich der Wettbewerber sanken die Preise um 0,1% auf 968,53 € (-9,4% gegenüber dem Vorjahresmonat). Die Schere zwischen den Grundversorgungspreisen und den Angeboten der günstigsten Wettbewerber geht damit immer weiter auf, d.h. nur durch einen Anbieterwechsel kommen die Verbraucher in den vollen Genuss des sinkenden Gaspreisniveaus. Für einen mittleren Haushalt lassen sich gegenüber der Grundversorgung 540 € einsparen. Auch hier sind allerdings die Angebote der günstigsten Versorger stark durch einen einmaligen Bonus geprägt. Wie bei Strom ist auch bei Gas vielfach das zweite oder dritte Produkt im Preisvergleich günstiger, wenn der Verbraucher nicht so oft wechseln möchte. Wichtig für die Verbraucherentscheidung ist also auch hier der Effektivpreisvergleich.
Die Großhandelspreise Gas (NCG Futures Kalenderjahr 2016) beschleuigten zuletzt ihre Talfahrt und lagen Ende Dezember bei 2,17 ct/kWh..
(31.12.2014)

Wie die Indizes GS-I® und GG-I® gebildet werden

Der GünstigStrom- und der GünstigGas-Index zeigen die Entwicklung der Durchschnittspreise und Jahreskosten für die Strom- und Gasverbräuche eines typischen Haushaltes mit 3.500 kWh/Jahr für Strom und 20.000 kWh/Jahr für Gas. Der Index bildet dabei die Preise für Vertrags-Neuabschlüsse der jeweils günstigsten Wettbewerbsprodukte mit Standard-Konditionen ab. In der Grundvariante wird der Durchschnitt der Werte für die 80 deutschen Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern dargestellt (siehe Liste der Großstädte, ab Oktober 2011 ist Gera im Index nicht mehr abgebildet).

Als Standard-Konditionen gelten die folgenden Vertragsparameter: Max. 12 Monate Mindest-Vertragslaufzeit, monatliche Abschlagszahlung, ohne Paketpreis-Modelle, keine Vorgaben bzgl. Strom- oder Gasqualität oder Preisgarantie. Sofern der Lieferant im ersten Vertragsjahr einen einmaligen, eindeutig quantifizierbaren Bonus, beispielsweise einen Wechselbonus, bietet, ist dieser in den im Index dargestellten Preisen enthalten, wenn er auch bei einer nur einjährigen Vertragslaufzeit gewährt wird. Gestrichelt dargestellt ist die Indexlinie für die Jahreskosten bei Nichtberücksichtigung des Bonus, das heißt der mittlere gewährte Bonus ist herausgerechnet.

Um eine ausreichende Marktrelevanz der in den Index einfließenden Werte zu gewährleisten, sind nur Produkte der Energieversorger mit Grundversorgerstatus sowie von Lieferanten berücksichtigt, die selber oder auf Seite ihrer Gesellschafter über mindestens 100.000 Kunden im Strom- oder Gasbereich verfügen.

Nicht berücksichtigt im Index sind die Preise von neuen Energieversorgern mit weniger als 100.000 Kunden oder ohne veröffentlichte Kundenzahlen sowie von Produkten, die eine Vorauszahlung oder längere Vertragslaufzeiten voraussetzen. Mit letzteren Produkten kann die Indexlinie noch einmal um 150 € bis 250 € pro Jahr unterschritten werden. Damit bildet die Indexlinie auf der Günstigpreisseite nicht Extremwerte, sondern durchaus seriöse Produkte mit hoher Marktrelevanz ab. Ökostrom-, Biogas- oder klimaneutrale Produkte sowie Produkte mit Preisgarantien werden im Index berücksichtigt, wenn sie das günstigste Produkt bei dem vorstehend beschriebenen Parametersatz der Standard-Konditionen sind.

Zum Vergleich sind in den Indexgrafiken auch die Preise der sogenannten Grundversorgungstarife der jeweiligen örtlichen Versorger dargestellt, die heute noch mit Abstand die weiteste Verbreitung aufweisen.

Auf der rechten Achse sind die Jahreskosten aufgetragen. Dabei sind die Steigungen in den Grafiken für Strom und Gas gleich gewählt (bei Gas aus Gründen der Darstellbarkeit mit einer Nullpunktunterdrückung), um auch auf grafischer Ebene eine Vergleichbarkeit der Breite des Preiskanals und damit der jährlichen Einsparmöglichkeiten zwischen Strom und Gas herzustellen. Auf der linken Achse ist die Umrechnung in die durchschnittlichen Kosten pro Kilowattstunde abgetragen (Jahreskosten geteilt durch Jahresverbrauch).

Die in der Auswertung verwendeten Daten stammen aus der Datenbank eines renommierten Datenproviders für den Energiemarkt, der über einen TÜV-zertifizierten Datenerhebungsprozess verfügt, sowie aus dem Energietarifrechner der HausPilot GmbH, der von den Tarifdaten der GET AG gespeist wird.

Anmerkungen zum GS-I® und GG-I® – was die Grafiken aussagen

Während die Strompreise in den Jahren bis 2008 jährlich um etwa 6 – 7% angestiegen sind und damit zu den Inflationstreibern zählten, wurde diese Entwicklung in Folge der Finanzkrise zunächst gestoppt. Daher weist der GünstigStrom-Index in dem dargestellten Zeitraum ab Anfang 2009 bis Ende 2010 nur eine relativ geringe Bewegung auf. Sinkenden Großhandelspreisen standen auf der anderen Seite steigende Belastungen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG gegenüber. Die vermeintliche Stabilität ergab sich auch aus der bundesweiten Durchschnittsbildung – örtlich liefen die Entwicklungen zum Teil deutlich anders. Ab 2011 wird die Entwicklung durch die Steigerungen der EEG-Umlage sowie weiterer, z.T. neu eingeführter Umlagen und Abgaben sowie das Ansteigen der Netzentgelte geprägt. Gut erkennbar ist, dass der Abstand zwischen der Grundversorgung und den günstigen Wettbewerbspreisen nicht kleiner wird, sondern zugenommen hat – im Schnitt von 120 Euro auf 250 Euro bis Mitte 2013. In einzelnen Städten betragen diese Abstände dabei bis 350 Euro. Das Beispiel für den Index eines einzelnen Versorgungsgebietes („Musterstadt") zeigt die nebenstehende Grafik.

Gaspreise: Hält man den GünstigGas-Index neben den GünstigStrom-Index, erkennt man auf einen Blick drei wesentliche Unterschiede: 
1) Die Verbraucherpreise für Gas sind wesentlich beweglicher als bei Strom und sind im Durchschnitt seit Ende 2008 deutlich gefallen – hier wirkte die Finanzkrise mit ihrer Auswirkung auf den Großhandelsmarkt für Gas nach. 
2) Der Preiskanal zwischen Grundversorgung und günstigen Wettbewerbspreisen ist wesentlich breiter. Das bedeutet: Die Ersparnisse, die ein durchschnittlicher Haushalt bei Gas erzielen kann, betragen fast das Doppelte der möglichen Ersparnisse bei Strom.
3) Die Schere zwischen Grundversorgungspreisen und Wettbewerbspreisen geht immer weiter auf. Während die Wettbewerbspreise seit Mitte 2010 auf fast unverändertem Niveau verharren, steigen die Grundversorgungspreise seit Ende 2009 kontinuierlich an.
4) Die Bedeutung von Boni, mit denen den Kunden der Wechsel schmackhaft gemacht werden soll, ist bei Gas viel geringer als bei Strom. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass ein Wechsel auch nach dem ersten Vertragsjahr beträchtliche Einsparungen bringt.

Dass auch bei Gas in den einzelnen Versorgungsgebieten deutliche Unterschiede zum bundesdeutschen Durchschnitt zu erkennen sind, zeigt die nebenstehende Indexgrafik für eine einzelne Stadt („Musterstadt").

Zusammenfassung

Die beiden neuen GünstigEnergie-Indizes GS-I® und GG-I® für Strom und Gas geben dem Verbraucher einen schnellen Eindruck von der Entwicklung der für sie relevanten Preise. Günstige Zeitpunkte für den Abschluss neuer Verträge werden sichtbar. Auf das einzelne Versorgungsgebiet oder einzelne Bundesländer bezogene Index-Darstellungen, die HausPilot in Zusammenarbeit mit örtlichen Medien anbietet, zeigen die konkreten Einsparpotentiale vor Ort und unterstützen den Verbraucher bei der Prüfung seiner eigenen Verträge.
(Stand: 15.08.2013)

HausPilot macht Marktbewegungen transparent

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